Weißgold Verlobungsring: 585, 14K & nickelfrei erklärt

Weißgold beim Verlobungsring: Was Sie wissen sollten, bevor Sie sich entscheiden

Weißgold ist seit Jahren die beliebteste Wahl für Verlobungsringe, gerade in Kombination mit einem Labordiamanten wirkt der kühle, helle Glanz besonders modern. Trotzdem kursieren viele Halbwahrheiten darüber, was Weißgold eigentlich ist, ob es “echtes” Gold ist und worauf man beim Kauf achten muss. In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Weißgold, 14 Karat, 585 und Nickelfreiheit, und geben Ihnen Pflegetipps, mit denen Ihr Ring auch nach Jahren noch aussieht wie am ersten Tag.

Sie können sich übrigens auch persönlich beraten lassen: Unser Schauraum in der Neubaugasse in Wien zeigt die Ringe in echtem Licht, an der Hand, das ersetzt kein Foto.

White Gold Ring with Lador Diamants Cussion in Neubaugasse                        White Gold Ring with Lador Diamants Emerald in Neubaugasse

 

 

 

Ist Weißgold überhaupt noch Gold?

Ja. Weißgold ist zu 100 % echtes Gold, nur eben legiert, also mit anderen Metallen vermischt, damit es seine helle, silberweiße Farbe bekommt.

Reines Gold (24 Karat) hat von Natur aus einen warmen, gelben Ton. Erst durch das Beimischen von weißen Metallen wie Palladium, Silber oder Mangan entsteht die kühle Farbe, die wir als “Weißgold” kennen.

Der Goldanteil in einem Weißgoldring ist also exakt derselbe wie bei einem Gelbgoldring derselben Karatzahl. Der einzige Unterschied liegt in den Metallen, die zusätzlich beigemischt werden.

Wie wird Weißgold hergestellt?

Die Herstellung erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird reines Gold mit weißen Legierungsmetallen,  meist Palladium, Silber, manchmal auch Mangan oder Platin, im richtigen Verhältnis verschmolzen. Diese Legierung bestimmt sowohl die Farbe als auch die Härte des Metalls, denn reines Gold allein wäre für einen Ring viel zu weich.

Auch nach dem Legieren hat Weißgold meist noch einen leichten Gelbstich, da Gold seine warme Farbe nie ganz verliert. Deshalb wird der fertige Ring am Schluss rhodiniert: Eine hauchdünne Schicht des Edelmetalls Rhodium wird galvanisch aufgetragen.

Rhodium ist strahlend weiß, extrem hart und sorgt für den typischen, leicht silbrig-glänzenden Look von Weißgoldschmuck. Diese Rhodiumschicht ist auch der Grund, warum Weißgoldringe nach einigen Jahren neu rhodiniert werden sollten, dazu später mehr.

14 Karat, 585 – was bedeuten diese Zahlen eigentlich?

585 bedeutet, dass der Ring zu 58,5 % aus reinem Gold besteht – das entspricht 14 Karat. Beide Angaben beschreiben also denselben Feingehalt, nur in unterschiedlichen Maßeinheiten: Karat (K) ist die internationale Skala, der Tausendstel-Wert (z. B. 585) die europäische Stempelangabe.

Die Karat-Skala geht von 24 Karat (999, also reines Gold) bis hinunter zu niedrigeren Legierungen. Zur Einordnung:

Karat

Stempel

Goldanteil

24K99999,9 % reines Gold
18K75075 % Gold
14K58558,5 % Gold
9K37537,5 % Gold

Für Verlobungsringe haben sich 14K (585) und 18K (750) als Standard etabliert. 14K ist deutlich härter und alltagstauglicher, da der höhere Anteil an Legierungsmetallen dem Ring mehr Widerstandsfähigkeit gegen Stöße und Kratzer verleiht – ein praktischer Vorteil für ein Schmuckstück, das täglich getragen wird. 18K hat einen wärmeren, volleren Glanz und einen höheren Goldanteil, ist dafür aber etwas weicher.

Warum nickelfreies Weißgold so wichtig ist

Nickel war früher eines der gängigsten Metalle, um Gold weiß und hart zu legieren,  aus gutem Grund vermeiden seriöse Hersteller es heute. Nickel ist der häufigste Auslöser von Kontaktallergien in Europa, und selbst Menschen, die bisher nie eine Reaktion hatten, können nach jahrelangem Tragen plötzlich Hautirritationen, Rötungen oder Juckreiz entwickeln, da sich eine Allergie erst durch wiederholten Kontakt aufbaut.

Seit 2004 regelt die EU-Nickelverordnung, wie viel Nickel in Schmuck, der direkten und längeren Hautkontakt hat, überhaupt enthalten sein darf. Hochwertiges Weißgold wird daher heute meist mit Palladium statt Nickel legiert. Palladium ist hypoallergen, also nahezu garantiert verträglich, was es zur sichereren – wenn auch etwas teureren – Wahl macht.

Bei einem Ring, der täglich und über Jahrzehnte getragen wird, lohnt sich nickelfreies Weißgold also nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch, weil niemand einen Verlobungsring wegen einer Hautreaktion ablegen möchte.

Für wen ist Weißgold die bessere Wahl?

Welches Gold am besten zu wem passt, ist letztlich Geschmackssache,  aber es gibt ein paar Anhaltspunkte, die die Entscheidung erleichtern.

Weißgold harmoniert besonders gut mit kühleren Hauttönen, also Haut mit rosa oder bläulichen Untertönen, da der silbrige Glanz hier optisch verschmilzt statt zu kontrastieren. Es passt außerdem zu einem minimalistischen, modernen oder zurückhaltenden Stilempfinden und wirkt neben farbigen Steinen oder einem klar geschliffenen Labordiamanten besonders zurückhaltend elegant. Wer bereits überwiegend silberfarbenen Schmuck trägt, Uhr, Kette, Ohrringe – wird mit Weißgold ein stimmiges Gesamtbild bekommen, ohne Metalle mischen zu müssen.

Wer hingegen einen warmen Hautton hat oder einen kräftigeren, klassischeren Goldlook bevorzugt, ist mit Gelbgold oder Roségold oft glücklicher. Es gibt hier kein objektiv “Besseres” – nur das, was zur eigenen Hand, Garderobe und zum eigenen Stil passt. Im Schauraum in der Neubaugasse lassen sich beide Varianten direkt nebeneinander anprobieren, was die Entscheidung meist deutlich einfacher macht als am Bildschirm.

Weißgold Verlobungsring 585, 14K & nickelfrei erklärt

Weißgold pflegen: So schützen Sie Ihren Ring vor Kratzern

Auch das härteste Weißgold ist nicht kratzfest – aber mit ein paar Gewohnheiten hält der Ring deutlich länger schön aus.

Ringe vor grober Arbeit ablegen: Hausarbeit, Gartenarbeit, Sport oder Handwerk sind die häufigsten Ursachen für Kratzer und Stöße. Ein kurzer Griff zur Schmuckschale vor solchen Tätigkeiten schützt sowohl den Ring als auch die Steinfassung.

Separat aufbewahren: Werden mehrere Ringe oder Schmuckstücke übereinander in eine Schublade gelegt, reiben sie aneinander und erzeugen feine Kratzer. Ein eigenes Fach oder ein weich gepolstertes Schmuckkästchen verhindert das.

Chemikalien vermeiden: Chlor, Reinigungsmittel, Parfum und manche Cremes können sowohl die Rhodiumschicht als auch die Legierung angreifen. Am besten den Ring vor dem Schwimmbad, der Dusche mit aggressiven Produkten oder dem Auftragen von Parfum/Creme abnehmen.

Regelmäßig reinigen: Mit lauwarmem Wasser, etwas milder Spülmittellösung und einer weichen Zahnbürste lässt sich Schmutz, der sich besonders unter der Fassung ansammelt, sanft entfernen. Anschließend gut abtrocknen.

Rhodinieren lassen: Da die Rhodiumschicht mit der Zeit dünner wird und der Ring dadurch wieder etwas wärmer/gelblicher wirken kann, lohnt es sich, den Ring alle 1 bis 2 Jahre beim Juwelier neu rhodinieren zu lassen. Das stellt nicht nur die ursprüngliche Farbe wieder her, sondern erneuert auch die Schutzschicht gegen Kratzer.

Häufig gestellte Fragen zu Weißgold-Verlobungsringen

Wird Weißgold mit der Zeit gelb?

Nicht das Gold selbst, aber die äußere Rhodiumschicht trägt sich mit der Zeit ab, wodurch der natürliche, leicht warme Unterton des Goldes wieder durchscheinen kann. Eine Neurhodinierung stellt die ursprüngliche weiße Farbe wieder her.

Ist 14 Karat oder 18 Karat Weißgold besser für einen Verlobungsring?

14 Karat (585) ist härter und alltagstauglicher, 18 Karat (750) hat einen höheren Goldanteil und wärmeren Glanz, ist aber etwas weicher. Für ein Schmuckstück, das täglich getragen wird, ist 14 Karat meist die praktischere Wahl.

Ist nickelfreies Weißgold teurer?

In der Regel etwas, da Palladium als Ersatzmetall teurer ist als Nickel. Der Aufpreis ist angesichts des geringeren Allergierisikos bei einem täglich getragenen Ring aber meist gut investiert.

Wie oft sollte ein Weißgoldring neu rhodiniert werden?

Üblich sind 1 bis 2 Jahre, abhängig davon, wie intensiv der Ring getragen wird und welcher Beanspruchung er ausgesetzt ist.


Sie möchten Weißgold-Verlobungsringe mit Labordiamanten live sehen und anprobieren? Besuchen Sie unseren Schauraum in der Neubaugasse in Wien oder vereinbaren Sie online einen unverbindlichen Beratungstermin.

Erleben Sie die Brillanz: Kaiser Exklusive Edelsteine –Labor diamanten “LGD” in höchster Qualität. Wien

Hilfe

Versand

Retouren

FAQ

Firma

Zusammenarbeit?​

Info

Datenschutzerklärung

AGB

Company Info

© 2024 Created by Kaiser Exklusive Edelsteine